Leerstandsentwicklung, Glasfaserausbau, Stadt-Umland Entwicklung rund um Amstetten und Kinderbetreuung waren wichtige Themen bei erster Sitzung 2017

Johannes Pressl/ Februar 16, 2017/ Aktuelles aus der Kleinregion, Kleinregion Donau-Ybbsfeld

4 mal im Jahr treffen sich die Bürgermeister und Amtsleiter der Kleinregion Donau-Ybbsfeld, um sich zu verschiedensten Gemeinde-Entwicklungsthemen abzustimmen. Am 16.2. fand die erste Austauschrunde zwischen den 7 Gemeinden im Jahr 2017 in Blindenmarkt statt.

Die Themen orientierten sich am gemeinsam festgelegten Entwicklungskonzept und an aktuellen Fragen der Verwaltung. Konkrete Schritte wurden u.a. zu folgenden gemeinsamen Anliegen festgelegt:

  • Leerstandsentwicklung: Vor allem in den Ortskernen aber auch in Siedlungshäusern aus den 70er Jahren macht sich zunehmend schleichender Leerstand breit, während an den Ortsrändern zum Grünland die Siedlungsentwicklung boomt. Mit einer Analyse der Leerstandssituation in den Einzelgemeinden will man eine gemeinsame Basis für Projekte der Ortskernentwicklung schaffen und somit „innere vor äussere Entwicklung“ forcieren. Das Projekt soll im ersten Schritt Altbestandsobjekte, Besitzverhältnisse, Bewohnerstruktur und Entwicklungsinteressen der Besitzer erfassen und gemeinsame Grundlagen schaffen. Hintergrund ist, dass auch in der Region  in den letzten Jahrzehnten eine starke Zunahme der Wohnfläche pro Person und gleichzeitig eine Zunahme der Haushalte beobachtbar war. Östereichweit beträgt die Wohnfläche pro Person aktuell 44,7m2. Seit den 70er Jahren hat sich diese Zahl verdoppelt. Ein Projekt, das sicherlich langen Atem braucht, aber mit dem gemeinsamen Committement angegangen werden muss. Auch das Land unterstützt dabei u.a. mit der NÖ. Flächenmanagement-Datenbank: http://www.raumordnung-noe.at/index.php?id=520
  • Glasfaserausbau: Mit 31.3.2017 endet der nächste Fördercall zur Breitbandmilliarde. Gemeinsam wurde hier festgelegt, welche Gemeinden Projekte einreichen und wie man diese Einreichungen auch seitens der Region voranbringt, um möglichst viele Gelder für die Einzelgemeinden daraus „abzuholen“ und Glasfaser bis in jeden Haushalt damit für die nächsten Jahrzehnte auszubauen.
  • Kinderbetreuung: Hierzu wurden vor allem Tarife und Betreuungsformen abgestimmt und langfristige Anpassungen besprochen, so dass zukünftig in möglichst allen Gemeinden gleiche Kosten und Qualitäten gegeben sind.
  • Stadt-Umlandentwicklung Amstetten: Erstmals intensiv diskutiert wurden auch Auswirkungen der aktuellen Stadtenwicklung in Amstetten auf das Umland. Schon die letzten Jahre ist ein immer stärkerer Zuzug aus der Stadt auf´s Land zu beobachten, der natürlich auch die Umlandgemeinden massiv fordert. Von Kinderbetreuungs- bis zur Freizeitinfrastruktur muss dazugebaut werden. Gleichzeitig sind aber auch das Parken, die Verkehrssituation oder die Schul- und Wirtschafts- bzw. Arbeitsplatzentwicklung in der Stadt große Themen, die die Menschen in den Umlandgemeinden betreffen. Eine bereits einmal angedachte Austauschplattform zwischen den beiden Kleinregionen (Donau-Ybbsfeld und Ostarrichi-Mostland) rund um Amstetten gemeinsam mit der Stadt (damals genannt „Planungsregion“) soll dazu wieder aufgenommen und an die Verantwortlichen herangetragen werden.